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Der Turmalin ist ein Synonym für Farbvielfalt im Reich der Edelsteine; nur der Korund erreicht eine ähnliche Palette. Zwischen farblos durchsichtig und schwarz gibt es Turmaline in allen denkbaren Farben von pastell bis dunkel. Außerdem zeigen sie häufig mehrere Farben am selben Kristall. Die beliebtesten und häufigsten Farbvarietäten haben eigene Namen: Verdelith (grün), Rubellit (rosa bis weinrot) und Indigolith (eher selten, grünblau bis blau). Sehr begehrt und kostspielig sind die Ende der 1980er Jahre entdeckten, durch Kupfer gefärbten Paraíba-Turmaline. Sie zeigen leuchtende Neon-Farben wie “electric blue”. Turmalin ist mit Mohshärte 7 bis 7,5 ziemlich hart und bildet meist lange, oft dünne Kristalle. Deshalb wird er häufig zu länglichen Steinen im Treppen- oder Smaragdschliff facettiert. Turmalin ist eigentlich ein relativ häufiges Mineral und aus zahlreichen Vorkommen bekannt. Die meisten Turmaline in Edelsteinqualität kommen jedoch vor allem aus Brasilien, Madagaskar, Mosambik, Namibia, Nigeria, Afghanistan und Pakistan. Der größte bekannte Paraíba-Turmalin wiegt 192 ct. Berühmt ist der “Rubin des Kaisers” (260,86 ct.), den der schwedische König Gustav III. um 1777 Katharina der Großen schenkte. Erst 1925 wurde erkannt, dass es sich nicht um einen Rubin, sondern um einen Rubellit handelte.
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