Smaragd

Der Smaragd ist die durch Chrom grün gefärbte Varietät des Minerals Beryll. Seine typische blaugrüne Farbe variiert von ganz blassgrün bis zu einem intensiven, leuchtenden Dunkelgrün. Leider sind Smaragde meistens voller Einschlüsse, was gerne beschönigend als “Jardin” (Garten) bezeichnet wird. Mit Mohshärte 7,5 bis 8 ist er zwar sehr hart, aber leider auch stoßempfindlich. Dies führte zur Entwicklung des Smaragdschliffes mit abgeschrägten Ecken. Am wertvollsten sind vollkommen klare, tiefgrüne Steine. Große Smaragde in Spitzenqualität sind sehr rar und erzielen astronomische Preise. Der Smaragd wird schon seit der Antike geschätzt und war immer selten. Berühmt waren die Smaragdminen der Kleopatra, und schon die Römer kannten die Habachtal-Smaragde aus den Alpen. Bis zum Ende des Mittelalters gab es fast nur Smaragde von mäßiger Qualität. Erst seit der Eroberung Kolumbiens erreichten größere Mengen guter bis hochfeiner Smaragde Europa. Heute gibt es auch in Brasilien, Sambia und Pakistan wichtige Vorkommen. Der größte bekannte Smaragdkristall wiegt 34.000 ct. und stammt aus Madagaskar, berühmt sind auch das Salbengefäß des Dionysio Miseroni (2.205 ct.), der Devonshire-Smaragd (über 1.350 ct.), der Gachalá-Smaragd (858 ct.) und der Patricia-Smaragd (632 ct.).
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Fast alle Smaragde haben mehr oder weniger viele Einschlüsse, den sog. "Jardin" (Garten). Dies ist allgemein akzeptiert und nur dann wertmindernd, wenn die Einschlüsse sehr zahlreich und störend sind.