Smaragdabbaugebiet in Muzo (Mai 2022)
Zurzeit ist es eher ruhig in Kolumbien, so dass man das Gebiet um Muzo besuchen kann. Die Straßen sind an schwierigen Stellen nur langsam zu passieren. Das macht Überfälle einfach.
Man fährt von Bogotá nördlich in Richtung Tunja nach Chiquinquira über die 55 auf einer vierspurigen autobahnähnlichen, wenn auch rappeligen Strecke und zweigt dann ab Richtung Westen nach Buenavista. 
Da wir aber zuerst Cosquez besuchen, bietet es sich von hier an direkt über  Muzo (~80Km) zu fahren. Über das ganze Gebiet von Cosquez im Süden über Pinas Blancas nördlicher nach Muzo erstrecken sich die Gruben bzw. Adern, wo man Smaragd finden kann.

Egal wie man fährt: die Wege Nach Muzo hin und zurück sind katastrophal. Zunächst geht es noch über passabele Straßen:

Straße bei Pinas Blancas.

Die Wolken hängen aber sehr tief:

 

Wie sind ungefähr 800-1000 Meter hoch.

Der Regen lässt nicht mehr lange auf sich warten.

Bunte Kirche in San Pablo de Borbur.
Hinter dem Ort biegt man rechts ab. Zurrest noch befestigt.

Dann nicht mehr.

Samstags (07.05.2022) arbeiten die Minenarbeiter nicht in den Minen. Die Wege werden von Vegetation frei geschnitten und Wege repariert, was auch nötig ist, wie wir noch sehen werden.
Kleine Ansiedlungen auf dem Weg: Zulia Maripi und Guarumal

Was soll man schon bei diesem Wetter machen: Hund und Katze gammeln in den Tag hinein.

Weiter wird die Straße schlechter:

Das Gebiet gehört schon zum Muzo-Gebiet und einer der la Pita Minen - im Moment die beste Abbaumöglichkeit im Gebiet von Muzo. Hier wird im Tagebau das abgebaute Material gewaschen. Heute am Samstag ist hier nichts los, weil die Arbeiter alle die Wege von und nach Muzo in Ordnung halten müssen (siehe Bilder vorher). Die Netze dienen als Sonneschutz. Der Schwarzschiefer-Schotter ist feinstaubig wie Asche.

Also muss das Gestein gewaschen werden. Die Smaragde scheinen dann schon wegen ihrer leuchtenden knallgrünen Farben heraus.

Mit Sandsäcken und Schläuchen versucht man das Wasser jeweils durch den Schutt zu leiten….

Bis das Wasser zusammenläuft…

Und in Waschbecken noch mal gesammelt wird - falls man lose Smaragdkristalle übersehen haben sollte.

Anschließend wird das taube Material über den Hang „entsorgt“.
Das Gestein enthält viele Hohlräume mit Calcit (Kalciumcarbonat). Das Gestein ist durchsetzt mit Pyrit (Eisensulfid), daß auf dem schwarzen Schiefer wie Gold glänzt.

Die Smaragde sind natürlich nicht mehr zu finden. Zum Wochenende ist der Abraum durchsucht und weggeräumt. 
Weiter geht nach unten ins Tal nach Muzo:

Man schlittert den Hang hinunter am besten mit Stotterbremse. Die Lenkung versagt sonst total. Die Reifen pappen mit Schlamm zu. Man schlittert seitlich von der Straße ab, weil das Gefälle eben seitlich noch größer ist.

Natürlich setzt man schnell auf: Zu geringe Unterbodenhöhe bei dem Suzuki.

An den Sicherheitsmaßnahmen erkennt man die ehemals besseren Minen:

Minenanlage bei Polveros

Wir sind im Tal:

Das ist der Rio Magdalere…

mit seinen großen Kies- und Geröllablagerungen – wie in den Alpen – der Schotter ist aber schwarz.

Der Wagen ist an seiner Grenze angelangt. Nur mit hoher Drehzahl holt man aus dem Wagen auch nur begrenzt PS heraus. Aber nach ein paar Wasserlöchern kommen wir in Muzo endlich an.

Aber nach ein paar Wasserlöchern kommen wir in Muzo endlich an.

[Link zu Stadt Muzo]